Museumspark Rüdersdorf

Abenteuer und Idylle

Ein Stück Industriegeschichte in Brandenburg

Wenn man Berlin über die Bundesstraße 1 in Richtung Osten verlässt, befindet sich unweit der A10 die amtsfreie Gemeinde Rüdersdorf im Landkreis Märkisch Oderland. Das ganzjährig geöffnete Freilicht-Industriemuseum lädt dazu ein, die Geschichte des Kalksteinabbaus kennenzulernen. Das weitläufige Gelände bietet auch dem Fotografenauge unzählige spannende Perspektiven.

Der Museumspark in Rüdersdorf ist ein weitläufiges Freilicht-Industriemuseum in der nahe bei Berlin gelegenen Gemeinde Rüdersdorf. Hier wird die Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein aus dem Rüdersdorfer Kalkberg über die verschiedenen Zeitepochen hinweg dokumentiert und erlebbar gemacht. Eindrucksvoll erhält man auch Kenntnis von den Arbeits- und Lebensbedingungen der dort tätigen Menschen und ihren Familien.

In Rüdersdorf befindet sich das größte Kalksteinvorkommen in Norddeutschland. Hier wurde der Kalkstein zu Zement oder als Werkstein oder Branntkalk verarbeitet. Neben den Ziegeln aus der Mark Brandenburg war Kalkstein mit der wichtigste Baustoff für das aufstrebende Berlin. Der Blick über den ehemaligen Tagebau beeindruckt mich immer wieder – wie mag es nur zugegangen sein als man hier den Stein aus der Erde gebrochen hat?

Förderung von Kalksandstein

Im Zeichen des „real existierenden Sozialismus“

Die Schachtofenbatterie war ca. seit den 1870er Jahren in Betrieb und wurde zu DDR-Zeiten, obwohl technologisch vollkommen veraltete, weitergenutzt. Der Betrieb setzte Unmengen von Staub und Ruß frei. Lungenerkrankungen, bei den Menschen, die dort arbeiteten oder in der Umgebung lebten, waren keine Seltenheit.

Auch im direkten Umfeld konnte ich noch vereinzelt Spuren aus der Zeit bis 1967 entdecken.

Erst 1967 hat man die Anlage stillgelegt und durch einen neuen Komplex ersetzt. Zum geplanten Abriss der alten Schachtofenbatterie kam es jedoch nicht und so begann der Zahn der Zeit an der Substanz zu nagen. Heute kann man die gesicherte und für den interessierten Besucher in Teilen aufbereitet Anlage in zwei Etagen betreten.

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